Das Ev. Jugendreferat hat eine Zusammenstellung der in der Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinden im Kirchenkreis Koblenz durchgeführten Freizeiten und Ferienspielaktionen erstellt.
Diese Übersicht bietet einen Einblick in die Vielfalt der angebotenen Veranstaltungen.
für ehrenamtlich Mitarbeitende
Schutzauftrag nach § 8a SGB VIII
(Kindeswohlgefährdung)
am 28. Februar 2009
im Gemeindesaal Christuskirche
Hochlandstraße 86, 56626 Andernach
13.00 - 16.00 Uhr
Der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung führt in seiner aktuellen Debatte durch veränderte gesetzliche Bestimmungen zu neuen Anforderungen im Umgang bei Kindeswohlgefährdung.
In diesem Zusammenhang wurden insbesondere Änderungen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes vorgenommen, die den „Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung“ betreffen. Der neue § 8a SGB VIII präzisiert nun die Aufgaben der öffentlichen Jugendhilfe im Kinderschutz. Er verpflichtet das Jugendamt in Vereinbarungen mit „den Trägern von Einrichtungen und Diensten“ der Kinder- und Jugendhilfe sicherzustellen, dass auch deren Fachkräfte den Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung in entsprechender Weise gewährleisten.
Für die Kirchengemeinden im Kirchenkreis Koblenz sind teilweise schon Verträge mit den Jugendämtern abgeschlossen worden, die uns als Kirchengemeinden verpflichten, ehrenamtlich Mitarbeitende zu schulen. Für die Kirchengemeinden, die bis jetzt noch keine Vereinbarung mit den Jugendämtern abgeschlossen haben, gilt nach der gesetzlichen Grundlage die gleiche Verpflichtung.
Unser Schulungsangebot richtet sich an alle ehrenamtlich Mitarbeitende in der Jugendarbeit (Gruppen, Freizeiten, etc.), Kindergottesdienst, Konfirmandenunterricht, Kinderchor usw.
Hier der Ausschreibungs-Flyer
Mensch
wo
bist
Du?

Jugendgottesdienst
am 28. Februar 2009
um 18 Uhr
im Gemeindesaal der Christuskirche.
Ein moderner Gottesdienst für junge und junggebliebene Menschen.
Grenzgänger - Sich selbst besser kennen lernen
Echte eigene Erfahrungen machen und über das Mann sein reflektieren.
17 Jungen und junge Männer verbrachten die letzte Herbstferienwoche im Jungencamp des evangelischen Kirchenkreises Koblenz, einer Kooperation der Ev. Kirchengemeinden Oberdiebach-Manubach, Bacharach-Steeg, St. Goar, Vallendar, Winningen und dem Synodalen Jugendreferat des Kirchenkreises Koblenz.
Schmieden, Lehmofenbau, Selbstverteidigung und Survival konnten als Workshopangebote von den Jungen gewählt werden. Ein Wikinger-Liferollenspiel als Einstieg und ein mittelalterliches Gelage zum Abschluss bildeten den Rahmen der Veranstaltung. Abends saßen die Teilnehmer in der Jurte, beim Lagerfeuer tauschten sie sich aus, oder hörten den Wikingermythen zu. Beim Juggerturnier, einer Art Rugby mit selbstgebauten Schaumstoffwaffen konnten Geschicklichkeit und Kraft gemessen werden.
Wenig Raum bietet unsere Gesellschaft für unmittelbare Erlebnisse und Abenteuer, die starke Bedürfnisse in der Phase des Übergangs vom Jugendlichen zum Erwachsenen darstellen. Die Elemente der klassischen Erlebnispädagogik, körperliches Training, Projekt und Expedition wurden in dieser Maßnahme aufgegriffen und dienten als Medium, die eigenen Grenzen und Bedürfnisse -und damit sich selbst- besser kennen zu lernen.
Bemerkenswert die Wahrnehmung der Teilnehmer in der Auswertung: „Ich habe mein eigenes Messer geschmiedet, mit dem ich nun zu Hause essen kann“, oder: „Das Survival war total entspannend. Man lässt sich auf die Natur ein, die den Tagesablauf bestimmt. Wir hatten auf unserem Treck nur ganz wenige Dinge dabei und ganz viel Spaß“
Die Survivalgruppe verbrachte zwei Nächte mit selbst zusammengestellter Minimalaus-rüstung im Wald. Bei Bodenfrost eine echte Herausforderung. Die Thematik Kämpfen und Selbstverteidigung früher und heute wurde in der Kampfkunstgruppe ausgiebig in der Gruppe erörtert. Wobei das Hauptziel Deeskalation und Vermeidung eines Streits im Vordergrund stand. Alle Teilnehmer waren sichtlich bei der Sache und wissensdurstig, sodass die Mittagspausen freiwillig gekürzt wurden. Schweißtreibende Übungen wechselten sich regelmäßig mit Theorieeinheiten (Geschichte, Psychologie, Notwehrrecht) ab. In einer Feuerjurte schmiedeten die jungen Männer ihre eigenen Speerspitzen und Messer und im selbstgebauten Lehmofen wurden Brötchen und Pizza gebacken.
„Entgegen der weit verbreiteten Meinung machen solche Erlebnisse nicht härter. Das könnte auch gar nicht das Ziel einer reflektierten Jungenarbeit sein. Im Gegenteil lernt man, welche Fähigkeiten in einem Schlummern, um sich der Umwelt anzupassen. Die Dinge passieren. Gelassenheit stellt sich ein, man wird weicher“, so Immo Meyer, Jugendleiter der evangelischen Kirchengemeinde Vallendar.
Vielfältige Anregungen sich mit der Frage auseinanderzusetzen, welchen Platz man als werdender Mann in der Gesellschaft einnehmen möchte, wurden im Rahmen der Veranstaltung geboten. Die Frage, ob man sich nach dem Jungencamp eher als Mann oder als Junge fühle, wurde von Teilnehmenden und Teamern in der Abschlussrunde erfreulicherweise unentschieden beantwortet: Von beidem etwas. Viel Platz also für weiteres Experimentieren bei folgenden Veranstaltungen.
Die eigenen Begabungen der hauptamtlichen Gemeindepädagogen wurden durch die Schwerpunkte der hervorragenden Referenten Jens Nettlich (Wikingerfachmann und Schmied) und Lars Weiler (EWTO-Kampfkunstlehrer) ergänzt.
Dieses abwechslungsreiche Programm konnte nur durch die Kooperation der oben genannten Partner und durch die finanzielle Unterstützung durch das Land Rheinland-Pfalz, der Ev. Kirche im Rheinland, der Jugendförderung der Landkreise Mainz-Bingen und Mayen-Koblenz und des Ev. Kirchenkreises Koblenz realisiert werden.
Gez. Päd. Leitungsteam:
Lutz Brückner-Heddrich, Bacharach
Immo Meyer, Vallendar
Kai Müller, Winningen
Albrecht Birx, Koblenz
| Evangelischer Studientag befasste sich mit §8a SGB VIII KOBLENZ. Vernachlässigung, Misshandlung, sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen – im Oktober 2005 ist das Kinder- und Jugendhilfeerweiterungsgesetz (KICK) in Kraft getreten. Die Konkretisierung dieses Schutzauftrages ist ein wichtiger Baustein, um die Kinderrechte in Deutschland zu verwirklichen. |
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Wie aber trägt man dem "Schutzauftrag Kindeswohl" auch in der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit qualifiziert Rechnung? Welche Beurteilungsmöglichkeiten bei Verdacht auf Misshandlung gibt es, wie handelt man pädagogisch sinnvoll, welche fachlichen Kooperationsmöglichkeiten gibt es? |